Deutschland-Barometer Depression veröffentlicht: Studie zeigt Auswirkungen von Erkrankung auf soziale Beziehungen

Deutsche Bahn Stiftung/Eventpress: Sascha Radke
Präsentation des zweiten "Deutschlad-Barometer Depression" durch Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Unter großem medialen Interesse wurde am 27. November in Berlin das zweite „Deutschland Barometer-Depression“, eine gemeinsame Studie der Deutsche Bahn Stiftung und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe öffentlich vorgestellt. Und es zeigt sich: Jeder vierte Deutsche ist Angehöriger eines an Depression erkrankten Familienmitgliedes oder Freundes!

Der Fokus der diesjährigen Studie liegt auf der Beziehung und der gegenseitigen Einflussnahme von Erkrankten und deren Angehörige. Dafür wurden die Daten von Erkrankten sowie von nicht erkrankten Angehörigen – Familien, Partnern, Freunden erhoben. Überschrieben mit „Volkskrankheit Depression – So denkt Deutschland“ ermittelte die repräsentative Befragung im Jahr 2018 Einstellungen und Erfahrungen zur Depression in der Bevölkerung. 

Betroffene – Rückzug und Gefühllosigkeit sind krankheitsbedingt

An Depression erkrankte Menschen verlieren den Antrieb, ihr Interesse und fühlen sich innerlich abgestorben, sie ziehen sich zurück. All diese krankheitsbedingten Veränderungen haben massive Auswirkungen auf Partnerschaft und familiäre Beziehungen: Knapp drei Viertel (72 %) der Befragten mit der Diagnose Depression beschreiben, während der Erkrankung keine Verbundenheit zu Menschen mehr zu empfinden. Die Hälfte der Betroffenen berichtet von Auswirkungen auf die Partnerschaft, 45 % von diesen haben erlebt, dass es aufgrund der Depression zu einer Trennung gekommen ist. 

Angehörige – Erstmals auch Daten zu Erfahrungen von Partnern, Freunden und Familie

Die erstmals erhobenen Daten von Angehörigen zeigen unter anderem, dass 73 % Schuldgefühle gegenüber ihrem erkrankten Partner entwickeln und sich für dessen Erkrankung und Genesung verantwortlich sehen. Fast jeder dritte Angehörige (30%) gab an, sich schlecht über die Depression informiert zu fühlen. Erkrankte, die die Auswirkungen der Depression auf die Partnerschaft erlebt haben, berichten deshalb vor allem, sich unverstanden gefühlt und Vorwürfe von ihrem Partner bekommen zu haben (84%). Hier rät die Stiftung Deutsche Depressionshilfe den Angehörigen, Depression als Erkrankung zu akzeptieren und sich umfassend zu informieren. So können die Symptome vor Erkrankten besser und nicht als böswillig verstanden werden.

Bessere Versorgung, Informations- und Hilfsangebote

Ziel der 2008 gegründeten Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in Deutschland zu leisten. Neben Forschungsaktivitäten bietet die Stiftung Betroffenen und Angehörigen vielfältige Informations- und Hilfsangebote wie das Diskussionsforum Depression und das deutschlandweite Info-Telefon Depression (0800 33 44 5 33), ebenfalls ein gemeinsames Projekt mit der Deutsche Bahn Stiftung.

Für das „Deutschland-Barometer Depression“ wurden im Juni und Juli 2018 insgesamt 5.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren aus einem repräsentativen Online-Panel für die deutsche Bevölkerung in Privathaushalten befragt.

Weitere Informationen

Studienergebnisse
Infografiken
Fact-Sheet Depression

Phil Dera
Das Ehepaar Hauck im Gespräch mit Dr. Christian Gravert, Projektleiter Gesundheitsthemen der Deutsche Bahn Stiftung und Leiter Gesundheitsmanagement Deutsche Bahn AG, über ihre ganz persönlichen Erfahrungen zum Zusammenspiel von Erkranktem und Angehörigen

Nachrichten zum Projekt

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