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DB Museum Nürnberg zeigt "Die Unsichtbaren"

Die Deutsche Bahn Stiftung holt ihre viel beachtete Foto-Ausstellung „Die Unsichtbaren“ in das stiftungseigene DB Museum nach Nürnberg. Ab dem 24. Januar 2017 sind die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien dort zu sehen. Sie erzählen von persönlichen Geschichten und Schicksalen wohnungsloser Menschen. Die Schau fördert die Sensibilität für das Thema Obdachlosigkeit und macht auf die individuellen Schicksale der betroffen Frauen und Männer aufmerksam.

Rund 330.000 Menschen leben Schätzungen zufolge in Deutschland auf der Straße, gesellschaftlich gemieden und „unsichtbar“. Wer sind sie? Warum sind sie auf der Straße gelandet? Was bedeutet es, obdachlos zu sein? Der Fotograf Reto Klar und die Autorin Uta Keseling von der Berliner Morgenpost suchten nach Antworten – bei den Betroffenen selbst. Über mehrere Wochen begleiteten die Reporter in der Bahnhofsmission am Berliner Bahnhof Zoo deren Alltag. Kurzerhand wurde der Heizungskeller der Bahnhofsmission zum Fotostudio umfunktioniert - es entstanden insgesamt 52 Foto-Porträts von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen kein Zuhause mehr haben.

Die hieraus entwickelte Ausstellung „Die Unsichtbaren“ war zwischen 2014 und 2016 auf Tour und an Deutschlands großen Bahnhöfen zu sehen. Mehrere tausend Besucher sahen die Bilder unter anderem in Essen, Görlitz, Mannheim, Leipzig und in Berlin. 2017 werden die Bilder im Rahmen einer Sonderschau im DB Museum Nürnberg ausgestellt.

Parallel zur Ausstellung ist der Bildband „Unsichtbar. Vom Leben auf der Straße“ erschienen, dessen Reinerlös den bundesweiten Bahnhofsmissionen zugutekommt. Mehr unter http://unsichtbar.morgenpost.de/

Die Deutsche Bahn Stiftung engagiert sich intensiv für obdachlose Menschen und unterstützt unteranderem lokale Hilfe-Netzwerke sowie die Arbeit der Bahnhofsmissionen bundesweit. Damit will die Stiftung einen Beitrag leisten, um Menschen vom Rand der Gesellschaft zurückzuholen in unsere gesellschaftliche Mitte.  

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