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Neues Schülerprogramm: Erfolgreicher Auftakt für „Berufene Helden“

Erfolgreicher Auftakt für neues Schülerprogramm

Unter dem Titel „Berufene Helden – Lernen durch Engagement für mehr Chancen im Beruf“ fiel vor wenigen Tagen in Bensberg bei Köln der Startschuss für das erste gemeinsame Programm der Deutsche Bahn Stiftung und der Freudenberg Stiftung. Bereits seit Mai 2015 kooperieren beide Stiftungen miteinander und unterstützen Jugendliche auf dem Weg zur Ausbildungsreife.

Auf dem Ausbildungsmarkt herrscht eine paradoxe Situation: Im Jahr 2014 gab es 33.500 offene Ausbildungsplätze in Deutschland. Zugleich waren mehr als 84.000 Jugendliche erfolglos auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Woran liegt es, dass trotz guter Chancen, viele Jugendliche zunächst ohne Ausbildung sind? Mögliche Gründe sind eine unzureichende Berufsorientierung, fehlendes Wissen über Ausbildungsberufe/-angebote und die teils schwach ausgeprägten ausbildungsrelevante Kompetenzen bei den Jugendlichen. Dazu kommt: Junge Menschen mit Migrationshintergrund, Jugendliche mit Hauptschulabschluss bzw. aus bildungsfernen Schichten sind in der dualen Ausbildung stark unterrepräsentiert. Statistiken zeigen: 71 Prozent der ausbildungsinteressierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund finden trotz mittlerem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz.

An dieser Stelle setzen die Deutsche Bahn Stiftung und die Freudenberg Stiftung mit dem Programm „Berufene Helden – Lernen durch Engagement für mehr Chancen im Beruf“ an.

Hintergrund: Lernen durch Engagement

Lernen durch Engagement (LdE) ist eine evaluierte Lehr- und Lernform – fachliches Lernen wird dabei mit einem konkreten gesellschaftlichen Engagement verknüpft. LdE kann – bei entsprechender Schwerpunktsetzung – die Ausbildungssituation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbessern helfen und die Berufsorientierung erleichtern, indem pädagogische Ziele definiert werden und das soziale Engagement von Schülern inhaltlich darauf ausgerichtet ist.

„Berufene Helden“ startet zunächst an zehn Pilotschulen in mehreren Bundesländern in Deutschland. Es ist geplant, das Angebot ab dem Schuljahr 2017/2018 weiter auszubauen. 

Das Kooperationsprojekt

Im Kooperationsprojekt mit der Freudenberg Stiftung möchte die Deutsche Bahn Stiftung vorrangig einen Beitrag zur Gestaltung der Bildung leisten und impulsgebender Partner, Mitinitiator und Unterstützer vor Ort sein. Unserem Leitbild entsprechend engagieren wir uns vor allem für die Schülerinnen und Schüler mit schwierigen sozialen Lebensumständen. Die Deutsche Bahn Stiftung kann einen fachlichen wie praxisbezogenen Bildungsbeitrag beim Übergang von der Schule in den Beruf leisten – insbesondere über die breite Personalexpertise im Deutsche Bahn Konzern.

Bei allen Aktivitäten der Freudenberg Stiftung geht es um Antworten auf Probleme gesellschaftlicher Ausgrenzung und versagter Anerkennung. Dabei stehen vor allem Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Die Stiftung fördert die soziale, sprachliche, schulische und berufliche Integration der nachwachsenden Generation. Die Freudenberg Stiftung hat 2001 erstmals die Implementierung der Lehr- und Lernform Service-Learning in der deutschen Bildungslandschaft erprobt. Seitdem fördert sie in ihrem Schlüsselprogramm Service-Learning – Lernen durch Engagement die Verbreitung, Weiterentwicklung und Verankerung der Lehr- und Lernform an Schulen, u. a. durch das bundesweite Netzwerk „Service-Learning – Lernen durch Engagement (LdE)“, in dem rund 150 Schulen und 30 LdE-Kompetenzzentren mitwirken, die Schulen bei der Umsetzung von LdE beraten und begleiten.

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