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Fairplayer.Manual

Mobbing und andere Formen von Gewalt treten in der Schule, in der Freizeit, im Internet auf. Mehr als jeder zehnte Schüler ist mindestens einmal wöchentlich Opfer von Mobbing oder ist selbst an Mobbing beteiligt. Jugendliche zu ermutigen hinzusehen und etwas gegen Mobbing in der Schulklasse zu unternehmen – das ist das Ziel von „Fairplayer.Manual“. Das Schulprogramm fördert die Entwicklung von moralischem Verständnis, sozialer Kompetenz und Zivilcourage bei Kindern und Jugendlichen. Dank der Finanzierung der Deutsche Bahn Stiftung können dieses Jahr tausende von Berliner Schülerinnen und Schülern zu „Fairplayern“ werden.

Wir engagieren uns gegen Gewalt in Schulen

2014 förderten wir die Fortbildung von über 100 Lehrern, Schulsozialarbeitern und anderen Interessierten aus dem schulischen Bereich an 50 Schulen in Berlin. Die Pädagogen und Gruppenbetreuer wurden in einem viertägigen Kurs zu Fairplayer-Multiplikatoren ausgebildet. Sie tragen das Programm „Fairplayer.Manual“ in die Schulklassen hinein und setzen es im Unterricht um. Auf diese Weise durchlaufen in diesem Jahr 2000 bis 3000 Schülerinnen und Schüler das „Fairplayer“-Programm.

„Fairplayer.Manual“ wurde von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin entwickelt. Das Programm arbeitet mit pädagogischen Rollenspielen, Gruppendiskussionen, sowie mit umfassenden Begleitmaterialien und richtet sich vorwiegend an Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klasse. Anhand von aufeinander aufbauenden pädagogisch-psychologischen Methoden werden sie dazu angehalten, im Konfliktfall Zivilcourage und generell anderen gegenüber Respekt zu zeigen und einzugreifen, wenn sie Mobbing beobachten.

Bundesweite Ausbreitung geplant

Die Wirksamkeit von „Fairplayer.Manual“ ist wissenschaftlich erwiesen: In den „Fairplayer“-Klassen wurde im Vergleich zu Kontroll-Klassen bedeutend weniger Aggression und Mobbing festgestellt. Zudem nahm z.B. die Neigung zur Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten in den Klassen ab. Neben der Deutsche Bahn Stiftung ist das Deutsche Forum für Gewaltprävention (DFK) weiterer Unterstützer des Programms. Gemeinsam mit der FU weiten wir das Programm seit diesem Jahr von dem einstigen Schwerpunkt Berlin sukzessive auf weitere Bundesländer aus. Jüngstes Beispiel ist Bayern, wo die Schulungen im Dezember 2015 stattfinden.